George Orwell (echter Name – Eric Arthur Blair) – englischer Prosaautor, Essayist, Journalist und Kritiker. Sein Werk zeichnet sich durch durchdringende soziale Kritik, Opposition gegen Totalitarismus und offene Unterstützung der demokratischen Bestrebungen der Menschheit aus. Er ist Autor und Popularisierer des Begriffs „Kalter Krieg“ im politischen Diskurs. „1984“ ist ohne Zweifel die bekannteste Dystopie der Welt, die erstmals 1949 veröffentlicht wurde. Das Buch erzählt von dem Leben Winston Smiths, eines niedriggestellten Mitglieds der Partei, der von seinem Alltag und den allgegenwärtigen Augen der Partei und ihres unheimlichen Anführers – des Großen Bruders – enttäuscht ist. Der Große Bruder kontrolliert alle Aspekte des Lebens: Er hat eine vereinfachte Neusprech eingeführt, um selbst die Möglichkeit des Widerstands gegen das System vollständig zu ersticken; er hat Gedankenverbrechen kriminalisiert, sodass die Menschen nicht einmal daran denken dürfen, sich gegen die Macht zu erheben. Die Partei kontrolliert alles: was die Menschen lesen, sagen, tun, und droht, Ungehorsame in das furchtbare „Zimmer einhunderteins“ zu schicken. Orwell untersucht äußerst eindringlich und lebhaft die Themen Medienkontrolle, staatliche Überwachung, Totalitarismus und wie ein Diktator Geschichte, Gedanken und Leben so manipulieren und kontrollieren kann, dass keine lebende Seele dem unermüdlichen Auge des Großen Bruders entkommen kann.